
In diesem Fall bedanken sich die Räuber artig bei ihren Opfern mit „Mille Grazie“, wenn ihnen der Überfall gelungen ist. Natürlich sind die reisenden Edelleute darüber nicht erfreut, denn so ein Überfall kostet Siegpunkte.
Daher ist es sinnvoll, mit Begleitschutz zu reisen, um so die Räuber wieder in die Flucht zu schlagen. Die Reise führt die Edelleute durch die schöne Toskana und Norditalien, vorbei an duftenden Lavendelfeldern und traumhaften Alleen, an deren Wegrand Zypressen stehen.
Als Edelmann ist man natürlich nie allein unterwegs, denn wer so viel Geld besitzt, nimmt auch seine Kurtisane mit.
Das Ziel des Spiels ist es, die entsprechenden Aufgaben zu erfüllen, welche durch die Plättchen vorgegeben sind, so muss man beispielsweise von Florenz nach Milano reisen. Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler eine entsprechende Anzahl an Auftragskarten. Im Spiel selber darf jeder maximal drei Karten besitzen.
Hat man den Auftrag erfüllt, erhält der Spieler die darauf angegebene Punktzahl, die man mit seiner Figur am Spielfeldrand setzt. Weitere Auftragskarten werden, wie in der Spielanleitung beschrieben, auf dem Spielplan verteilt.
Jeder Spieler besitzt einen Überfallkompass, auf dem der jeweilige Buchstabe der Strecke eingestellt wird. Der Edelmann stellt die Straße ein, auf der er mit Begleitschutz reist und die anderen Spieler, die die Rolle der Räuber übernehmen, stellen den Buchstaben der Strecke ein, auf der sie den Edelmann berauben wollen.
Ist der Raub geglückt, erhält der Spieler drei Punkte und kann je nach farblicher Markierung dem Ausgeraubten eine entsprechende Anzahl von Auftragskarten wegnehmen.
Der Spieler, der ohne Begleitung reist, muss über fünf Straßen reisen. Ob er ohne reist, muss der Spieler vorher bekannt geben.
Reist dieser mit, muss er über mindestens vier Straßen das Ziel erreichen. Die Räuber können dann anschließend auch abstimmen, wo sie den Raubzug planen, nur brauchen diese sich nicht an die Absprachen halten, denn zum Schluss zählt nur das, was man selber an Punkten erwirtschaftet hat.

Sieger ist, wer 30 (oder mehr) Siegpunkte erreicht. Gelingt dies mehreren Spielern gleichzeitig, gewinnt der Spieler mit der höheren Siegpunktezahl. Es kann mehrere Sieger geben.
Fazit
„Mille Grazie“ bietet alle Höhepunkte eines leichtgängigen, unterhaltsamen Familienspiels: Pläne aushecken, den Mitspielern auf die Schliche kommen – und ihnen heimlich, still und leise ein Schnippchen schlagen …
Die Regeln sind sehr einfach und verständlich und trotzdem bietet das Spiel viele Möglichkeiten. Die Idee, mit Hilfe des Kompasses die entsprechenden Strecken einzustellen, ist einfach.
Und indem man sich mit den anderen Räubern abspricht, kann man den Gegenspieler schnell aufs berüchtigte Glatteis führen. „Mille Grazie“ ist daher ein gelungenes Familienspiel mit einem sehr hohen Wiederspielwert.
- Autor: Dirk Hillebrecht
- Illustrator: Alexander Jung
- Verlag: Zoch
- Genre: Familienspiel
- Spieler: 2-4 Spieler
- Alter: ab 8 Jahre