Die verzauberten Rumpelriesen

Bild Drei Magier

Wenn man das Wort „Riesen“ hört, so denkt man an große und eher gruselige Gestalten. Doch in diesem Spiel – weit gefehlt.

Hier sind die schlafenden Riesen lediglich auf 4 Holzvierecken mit Vor- und Rückseite abgedruckt. Sicherlich sehen sie nicht gerade kuschlig aus, aber zum Fürchten auch nicht – sie schlafen ja.

Die kleinen 16 verschiedenen Wutzel dagegen sind zum Verlieben süß, obwohl sie nur auf den Spielkarten im Ganzen und auf den Spielchips lediglich bis maximal Schulterhöhe abgebildet sind.

Manche Wutzel sind sich so ähnlich, dass Detailmerken angesagt ist. Kinder haben da den besseren Blick, das musste ich während des Spiels feststellen.

Das Spiel hat viele Einzelteile, doch es ist immer schnell aufgebaut. Auch hat der Hersteller die Verpackung des Spiels optimal ausgenutzt, denn ein Teil wird zum Spielplan und alle Teile können ohne Probleme nach dem Spiel in der Verpackung verstaut werden.

Die Wutzel werden unter (Papp-)Blättern versteckt, die lose auf der Spielfläche liegen. Mit einer Karte wird das Bild eines Wutzels gezogen. Der muss dann unter den Blättern gesucht werden.

Das macht man, indem man die Blätter mit einem Stab hin und her schiebt.

Eine Sanduhr begrenzt die Zeit. Ziel ist es, innerhalb der Sanduhrzeit so viel wie möglich von den abgebildeten Wutzeln auf den Spielkarten unter dem Blätterwald zu finden. Dabei dürfen weder die Riesen auf dem Spielfeld umfallen, noch Blätter vom Spielfeld hinunterfallen. Denn so werden die Riesen geweckt und dann ist der Spielzug beendet.

Die Spielanleitung ist kindgerecht aufgearbeitet. Anhand der Abbildung wird der Erwachsene selbst beim ersten Aufbau nicht wirklich gebraucht. Unsere Kinder, 7 und 8, bekamen das hin.

Das Spiel kann in Solo- oder Kooperationsvariante gespielt werden. Der Schwierigkeitsgrad kann durch die Aufstellung der Riesen erhöht werden. Von den vier Ecken des Spielplans können sie in die Mitte gerückt werden.

Die Wutzel sind auf dem gesamten Spielfeld, nicht an den Ecken versteckt, die Riesen stehen dann auch auf den Blättern, werden bei der Suche nach den Wutzeln mit verschoben und können dabei leichter umfallen.

Zum Anfang haben wir gemeinsam die Wutzel im Blätterwald gesucht. Hier ist von den Mitspielern Teamarbeit gefordert. Ich fand diese Spielvariante am schwierigsten, denn die Spieler mussten sich absprechen, wer wo sucht, damit keine Blätter vom Spielplan fallen.

Im Eifer des „Such-Gefechtes“ ist eine Absprache allerdings nicht so einfach. Allerdings sind die Wutzel schneller gefunden, denn jeder Spieler merkt sich bei der Suche Wutzel, die dann schneller wiedergefunden werden können.

Fazit

„Die verzauberten Rumpelriesen“ ist ein wunderschönes Such- und Geschicklichkeitsspiel, welches die Motorik und die Merkfähigkeit fördert.

  • Spieltyp: Kooperatives Such- und Geschicklichkeitsspiel
  • Autoren: Carlo Emanuele Lanzavecchia und Walter Obert
  • Grafik: Rolf Vogt
  • Redaktion: Claudia Geigenmüller
  • Verlag: Drei Magier by Schmidt Spiele
  • Anzahl: 2 – 4 Spieler
  • Alter: ab 5 Jahren
  • Dauer: ca. 15-20 Minuten
Über Sabrina Müller 109 Artikel
Schreibt und testet für das Kinderspielmagazin. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.