
Im 19. Jahrhundert wurden die Töchter noch verheiratet. Dabei mussten die Töchter eine gute Partie machen.
Geld, Macht und Einfluss standen hierbei eher im Vordergrund als eine so genannte Liebesheirat.
Aber wo kann man den richtigen Mann fürs Leben finden. Eine Disko oder so etwas gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Und was macht man als Vater, wenn seine Töchter nicht die Schönsten sind. In diesem Spiel müssen Sie Ihre drei Töchter sprichwörtlich unter die Haube bringen.
Erst wenn dies geschehen ist, haben Sie das Spiel gewonnen. Aber nicht nur verheiratet zählt, sondern Sie müssen mindestens zwei Schwiegersöhne aus der oberen Schicht vorweisen. Wer zum Schluss die meisten Punkte hat, hat gewonnen.
Zu Beginn des Spieles werden die Töchterkarten zufällig verteilt. Dabei wird nur die erste Karte aufgedeckt, von den Fähigkeiten der anderen Töchter können Sie erst einmal nur träumen. Auf den Karten befinden sich ein Portrait und der Name der Tochter. Weiterhin wird Ihre Tochter auf der Karte beschrieben (Ansehen, Bildung, Schönheit). Der Ausgangswert ist rosa gekennzeichnet.
Auf dem Spielplan, der grafisch sehr gut gestaltet ist, befinden sich sechs verschiedene Orte, die Sie aufsuchen können. Bei diesen Örtlichkeiten können Sie diverse Männerbekanntschaften schließen. Aber es gibt auch Orte, wie die Schneiderei, wo Sie halt nur Frauen treffen können. Hier kann das Aussehen verbessert werden.
In der ersten Aktion müssen Sie einen dieser Orte aufsuchen. Hier können Sie Bekanntschaften schließen oder alte Bekanntschaften auffrischen. Aber als Erstes müssen die Ortsaktionen durchgeführt werden.
Wenn Sie auf dem Boulevard sind, steigt das Ansehen oder auch die Bildung. Wenn Sie die Armenküche besuchen, steigt ebenfalls das Ansehen. Aber wehe, Sie besuchen den Park oder die Spelunke. Hier treibt sich allerhand Gesindel rum. Und wenn Sie nicht den Versuchungen des Alkohols widerstehen können, ist das Ansehen gefährdet.
Diese Begegnungen werden ausgewürfelt. Bei einem Kleeblatt haben Sie Glück gehabt aber bei einer Flasche verlieren Sie einen Bildungspunkt. Würfeln Sie mit dem Casanovawürfel einen Hut, sinkt das Ansehen Ihrer Tochter.
Dafür dürfen Sie sich an allen Orten die Männerkarten ansehen. Sie selber dürfen aber nur drei Männerkarten auslegen. Geheiratet wird aber noch lange nicht. Ihre Tochter muss immer die vorgegebenen Anforderungen der Männer erfüllen. Und Sie müssen die Männerkarte dreimal finden.
Nur wenn Sie diese Aufgaben erfüllen, kommt es zur Eheschließung. Haben Sie Ihre erste Tochter verheiratet, werden die Karten des Mannes und der Tochter auf dem Ablagestapel abgelegt. Nun können Sie in gleicher Weise Ihre zweite und dritte Tochter verheiraten.
Aber im Spiel werden auch Intrigen gesponnen. Dies kann der Fall sein, wenn sich auf dem Spielfeld eine Konkurrentin befindet. Nur in der Schneiderei ist man vor den anderen Damen sicher. Eine Intrige muss der Spieler ankündigen. Der Würfel entscheidet, ob diese gelungen ist oder nicht.
Wurde ein Kleeblatt gewürfelt, war die Intrige erfolgreich. Der Spieler, der diese Intrige gesponnen hat, kann sich vom Gegenspieler die Männerkarten ansehen und eine davon bei sich anlegen. War die Intrige nicht erfolgreich, kann dies der Gegenspieler machen.
Im Spiel befinden sich noch die typischen Ereigniskarten. Diese dürfen nach jedem Spielzug gezogen werden. Die Karten können beim Betreten der Orte ausgespielt werden. Da kann schon einmal die Zofe als Spion ausgeschickt werden.

Dabei gibt es auch Ereigniskarten, die die Eigenschaften der Tochter beeinflussen kann. Von diesen Karten dürfen Sie nur fünf Karten auf der Hand behalten aber Sie können mehrere Karten ausspielen.
Fazit
Auch wenn das Spiel spielerisch bekannte Elemente verwendet, ist es trotzdem sehr gelungen. Die grafische Gestaltung ist sehr gut. Die Idee, dass man seine Töchter unter die Haube bringen muss und dabei aber zahlreiche Intrigen spinnt, ist toll.
Schon auf der Messe in Essen konnte man sehen, dass das Spiel nicht nur Frauen gefällt. Liebe & Intrige hat uns sehr gut gefallen und man kann es mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.
- Verlag: Noris
- Autor: Ellen Maria Ernst und Kira Verena Samol
- Alter: ab 10 Jahre
- Spieler: 2 bis 4
- Dauer: 30 bis 60 Minuten
- Schwierigkeitsgrad: 2 (leicht spielbar )
- Spieleinteilung: Gelegenheitsspieler