Bombay

Bild Asmodee

Sie werden beim Nachschauen im Atlas Bombay nicht mehr finden, denn seit 1996 heißt die Stadt Mumbai. Mumbai ist die Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra.

Durch die aufwendige Gestaltung des Spieles wird der Spieler nach Indien versetzt. Der Spielplan wird von Palästen und Handelshäusern geziert. Die Spielfiguren sind Elefanten, mit deren Hilfe Sie die Waren transportieren.

Hierzu haben die Elefanten kleine Körbe auf dem Rücken. Sogar ein „Mädchenelefant“ in Pink ist dabei. Das nennt man Mut zur Farbe. Neben den Elefanten gibt es noch zahlreiches Spielmaterial.

Wenn Sie Bombay das erste Mal spielen, sollten Sie sich Zeit nehmen, die Spielanleitung nach und nach durchzugehen. Bombay besticht durch einfache Regeln, die aber viel Tiefgang in sich bürgen.

Deshalb sollte Bombay nicht mit Kindern unter 10 Jahren gespielt werden, da diese die Möglichkeiten nicht verstehen und somit schnell gelangweilt sind.

Das Spiel

Das Spielfeld muss entsprechend der Spielanleitung vorbereitet werden. Die Palast- und Handelsstationsmarker werden auf die Felder gelegt. Neben den Palästen werden die Nachfrage-Würfel gelegt. Der Sinn des Spieles ist es, Seidenballen günstig einzukaufen und teuer zu verkaufen.

Die Nachfrage-Würfel verändern sich nach jeder Handelsaktion. Zu Beginn jeder Spielphase wird immer wieder neue Handelsware gezogen und auf den drei Handelshäusern/Lagern entsprechend der Spielanleitung verteilt.

Ist eine Farbe nicht dabei, wird diese Handelsstation geschlossen. Einkaufen können Sie auf entsprechenden Handelsstationen.

Durch den Verkauf der Seidenballen erhalten Sie nicht nur Rupien, sondern wenn Sie als erster in dieser Stadt die Ware verkaufen, bekommen Sie einen entsprechenden Stadtmarker, dieser bringt zum Schluss Geld.

Wer das meiste Geld zum Schluss besitzt, hat das Spiel gewonnen. Während des Spieles verstecken Sie Ihr Geld und die gewonnenen Chips hinter Ihrem Sichtschirm.

Als Spieler stehen Ihnen immer nur drei Aktionen zur Verfügung. Zum Beispiel das Setzen an einen Punkt ist eine Aktion.

Sie können auch selber Paläste bauen. Auf den Baustellen angekommen, geben Sie eine Aktion und einen Seitenballen ab und schon können Sie einen Palast bauen. Wenn ein Gegenspieler über diesen Palast zieht, bekommt der Palastbesitzer Rupien von der Bank ausgezahlt.

Wenn Sie vier Sätze zu je vier Runden gespielt haben, ist das Spiel beendet. Damit Sie das Ende nicht verpassen, liegen entsprechende Spielchips bei.

Fazit

Das Spiel besticht durch seine einfachen Regeln. Trotzdem verlangt das Spiel von Ihnen einiges ab. So müssen Sie clever einkaufen und clever verkaufen.

Im ersten Markt können Sie die Ware noch günstig einkaufen, in den beiden anderen wird es schon teurer, da Sie hier dann auch noch zwei Aktionen abgeben müssen.

So müssen Ihre Aktionen genau geplant werden, denn jeder Schritt auf dem Spielfeld kostet einen Aktionspunkt. Ausgenommen das Setzen auf den Hügel, dieser kostet zwei Aktionspunkte. Die beiden Hügel sind Knotenpunkte und man muss schon öfter darüber ziehen.

Was sehr gekonnt ist, ist, dass auf dem Sichtschirm alle wesentlichen Schritte kurz dargestellt sind. Auch wenn das Spiel für zwei Personen geeignet ist und Spaß macht, wird der Spielreiz erst mit drei oder vier Spielern ausgereizt.

Gerade auf Grund seiner verständlichen Regeln und dem hervorragend gestalteten Spielmaterial ein ideales Familienspiel, wobei die Kinder doch 10 Jahre alt sein sollten.

  • Autor: Cyril Demaegd
  • Verlag: Ystari Games (Asmodee)
  • Anzahl Spieler: 2-5
  • Altersgruppe: 10 Jahren
  • Spieldauer: ½ bis 1 Stunde
  • Spieleinteilung: Gelegenheitsspieler, Familienspiel
  • Schwierigkeitsgrad: 2 (leicht spielbar)
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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 20 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.