Cartagena

Bild Piatnik

An die legendäre Flucht einer Handvoll Piraten aus dem berüchtigten Gefängnis der Festung von Cartagena im Jahr 1672 erinnert das gleichnamige Spiel von Leo Colovini.

Zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren versuchen, ihre Piraten-Crew als erste in Sicherheit zu bringen.

Für längeren Spaß an der abenteuerlichen Flucht oder für versierte Spieler können verschiedene Varianten von „Cartagena“ miteinander kombiniert werden.

Das Spiel wurde von der Jury Spiel des Jahres beim ersten Erscheinen auf die Empfehlungsliste gesetzt.

Der Spieleautor Leo Colovini hat zahlreiche bekannte Titel entwickelt, so wie Die Brücken von Shangrila, Carolus Magnus, Inkognito, Mauerbauer, u.v.m.

Das Spiel wurde redaktionell nur leicht überarbeitet und hat eine Grafik bekommen, die sehr ansprechend ist.

Die Piraten kämpfen sich durch den Dschungel oder einen Tunnel zum rettenden Schiff. Enterhaken, Laternen oder Buddeln voll Rum weisen den Weg.

Vorwärtskommen kostet eine Karte mit dem entsprechenden Symbol. Die Piraten werden durch Symbolkarten auf das nächste Feld gesetzt. Wenn man seine Piraten im Boot hat, geht es ans Übersetzen.

Doch schnell ist der Vorrat erschöpft. Ein einfaches Spielprinzip ist die Grundlage des Spiels.

Pro Spielzug darf der Spieler zwei Aktionen ausführen: Karte spielen und Pirat setzen oder Pirat zurücksetzen, um so eine Karte zu erhalten, denn schließlich darf man nicht nachziehen.

Bild Piatnik

Auf dem Spielplan, den man zusammensetzt, sind verschiedene Piraten typische Symbole abgebildet und mit Hilfe der Karten werden die Piraten so in Richtung Boot gezogen. Dabei müssen alle ins Boot gelangen und keiner darf zurückgelassen werden. Jedenfalls von den eigenen nicht.

Die anderen sind uns ja egal. Wir sind halt Pirat.

Aber die paar Spielkarten sind schnell verbraucht, so dass man sich noch mal zurückfallen lassen muss, wo der nächste Pirat (egal von wem) steht.

Dafür erhält man eine Spielkarte. Aber Vorsicht, stehen schon drei da, muss man noch weiter zurückziehen. Und Vorwärtskommen dauert halt.

Fazit

Das Spiel besticht durch die einfachen Regeln, die tolle Optik und die Möglichkeiten, taktisch vorzugehen, wobei es durch das Kartenziehen auch etwas glücksabhängig ist.

Es ist eben ein Familienspiel, was einfach nur Spaß macht.

  • Anzahl Spieler: 2-5
  • Alter: ab 8 Jahre
  • Spieldauer: ½ bis ¾ Stunde
  • Verlag: Piatnik
  • Autor: Leo Colovini
Über Die Redaktion 14893 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 20 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.