Catan – Der Aufstieg der Inka

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Catan, eigentlich kann man sich gar nicht vorstellen, dass man an den Regeln und der Geschichte noch variieren kann, aber es ist möglich.

Catan hatte 1995 eine kleine Revolution in der Spielbranche ausgelöst. Viele weitere Spielentwickler haben sich damals von Klaus Teuber inspirieren lassen, um ihre eigenen Spiele zu entwickeln.

Catan – Der Aufstieg der Inka lässt den Spieler in die Welt der Inkas eintauchen. Das Spiel basiert auf den Grundregeln von Catan, so haben sich Vater und Sohn zusammengetan, um an den Regeln zu feilen. Dadurch finden sich die Spieler schnell zurecht.

Die Autoren haben die Neuerungen auf zwei Seiten zusammengefasst. Die Spielanleitung ist sowieso kurz und verständlich gehalten, dadurch braucht man keine Stunden, um durch die Anleitung zu gehen.

Aber der Verlag bietet auch über eine Erklär App einen schnellen Einstieg in das Spiel. Das Spielfeld sollte man beim ersten Mal entsprechend der Vorlage zusammenbauen. Später ist das Spielfeld immer veränderbar.

Felder wie Meer, Wald, Steinbrüche, Ackerland und Gebirge warten auf die Besiedlung. Somit werden auch andere Produktionsgüter hergestellt, als man diese von Catan kennt, eben passend zum Thema. Mit diesen Gütern will man für den Wohlstand seiner Inkas sorgen.

Alles beginnt mit zwei Siedlungen, die auf dem Spielplan verteilt sind, da diese immer auf einem Schnittpunkt platziert sind, hat man den Zugriff auf drei Ressourcen.

Hat man dies gewürfelt, erhält man den passenden Rohstoff. Wichtig ist der Handel untereinander, eben Catan typisch, denn sonst gelangt man nicht an die passenden Rohstoffe. Vor allem lassen die Regeln hier viele Freiheiten.

Ob man untereinander 1 zu 1 tauscht oder 1 zu 5, ist eben die Kunst des Verhandelns. Aber auch Fische, Federn und das berühmte Coca sind Tauschobjekte.

Man muss immer seine Ressourcen im Blick haben, sonst geht die Siedlung einfach nur unter. Und das Untergehen muss man wörtlich nehmen, denn der Dschungel holt sich immer das zurück, was der Mensch errichtet hat.

Aber bei der Planung generell soll man darauf achten, dass man in den Fortschritt investiert und nicht nur in Gebäude und Straßen.

In diesem Fall erhält man den Fortschritt durch Karten, die man über die Abgabe von Rohstoffen erhält. Dies ist aber noch nicht alles, denn hinzu kommt der Ruhm, schließlich soll man über das Volk noch in tausend Jahren reden, schließlich wird jedes Volk auch entsprechend der tatsächlichen Geschichte untergehen und nur noch die Ruinen werden vom Glanz der Inkas berichten.

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Es ist also von Anfang an klar, dass die Völker untergehen werden, dazu hat jeder Spieler eine Tafel, die eine Übersicht darstellt.

Hat man vier Entwicklungsmarker, bedeutet dies den Höhepunkt und gleichzeitigen Untergang. Das bedeutet, dass alle Straßen abgebaut werden und um die Siedlung wächst Unkraut und verhüllt die Stadt. Dazu wird eine Art Ring um die Siedlung gelegt.

Positiv, man braucht doch nicht ganz von Anfang an zu spielen, sondern nutzt das Vorhandene. Man kann die überwucherten Städte im Laufe der Runden durch neue ersetzen. Aber das steht nicht nur uns, sondern auch den Gegenspielern zu.

Also muss man sich beeilen und immer die anderen im Auge behalten. Aber auch dieser neue Stamm ist dem Untergang geweiht. Gewonnen hat der Spieler, der mit dem dritten Stamm drei Entwicklungspunkte erhalten hat.

Und hier geht es heiß her, schließlich kann der dritte Stamm schon vorher untergehen.

Fazit

Bevor alles zu Ende geht, können schon einmal mehr als 90 Minuten ins Land gehen.

Spielerisch hat der Altmeister mit seinem Sohn das Spiel aufgebohrt, ohne den eigentlichen Ursprung des Spieles zu zerstören.

Daher ist das Thema Inka schon klug gewählt worden. Aber man benötigt halt viel Zeit, eben gerade richtig für die kalten Herbst- und Wintertage.

  • Verlag Kosmos
  • Autoren Klaus und Benjamin Teuber
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Anzahl der Spieler: 3-4
  • https://youtu.be/WH95mQ2fGq8
Über Silke Stegemann 124 Artikel
Schreibt und testet für das Kinderspielmagazin.