
Es sei schon einmal klargestellt, dass ChronoCops kein Kinderspiel ist, obwohl es bunt – verrückt dargestellt ist. Das Spiel greift auf die Idee von Monkey Island zurück, ein Point-and-Click Abenteuer und welches zu den Klassikern der Computerspiele gehört. Also können sich die Spieler auf einen schrägen Humor freuen.
Als ChronoCops – Agent der prestigeträchtigsten Forschungsabteilung für Zeitreisen – reisen die Spielenden durch die Zeit zu berühmten Personen und Orten, wo sie Rätsel lösen müssen.
Dazu gilt es, die richtigen Dinge zusammenzubringen, um die Ecke zu denken, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und so gemeinsam den wahnsinnigen Professor Knix aufzuhalten, den ehemaligen Mentor der ChronoCops.
Die Aufgabe der Spieler besteht darin, Prof. Knix aufzuhalten, ein Zeit-Paradoxomat aufzubauen. Dabei brauchen sie unter anderem die Hilfe von Albert Einstein und Leonardo Da Vinci, reisen zur Wiege der Menschheit, ins Alte Ägypten oder auch in einen Waschsalon im Jahr 2045. Dieses Spiel funktioniert nur in Kooperation. Bevor das Spiel beginnt, schauen Sie sich das Spielmaterial an.
Durch die Fülle des Materials können Sie sonst einen Schreck bekommen. Das ist es nicht, Sie sollten nicht ohne Kenntnisse des Materials einsteigen, um das Spiel richtig erleben zu können.
Dafür gehen Sie Schritt für Schritt die Spielanleitung durch. Sie wurde sehr verständlich geschrieben und lässt keine Fragen offen. Und sie ist nicht so umfangreich, wie es sonst bei dieser Art Spiele eigentlich ist.

Verteilen Sie die unterschiedlichen Karten. Dann werden die Zeitkugeln sowie die Karten der Zeitlinien ausgelegt. Die beiden Besprechungskarten werden ebenfalls bereitgelegt und sie kommen erst einmal nicht zum Einsatz. Die Sprungmarken werden ebenfalls entsprechend der Anleitung bereitgelegt, auf diesen Markern ist immer ein Datum vermerkt, in welches man sich hinbegeben kann.
Dazu gehört auch immer eine entsprechende Ortskarte, ohne die Kombination geht es nicht. Man kann dabei immer im Team entscheiden, ob der Sprung in eine andere Zeit, an einen anderen Ort überhaupt für die Lösung sinnvoll ist oder nicht. Hierbei merken Sie, dass die Spieler viele Entscheidungsmöglichkeiten haben, um ans Ziel zu kommen.
Wenn man nicht weiterkommt, hat man die Möglichkeit über Tippkarten ans Ziel zu gelangen. Dazu wird der Tippdecoder benötigt. Gerade die ersten Spiele werden an der Zwei-Stunden-Marke ankratzen. Nach ein wenig Übung werden es nur 90 Minuten sein. Was wichtig ist, man sollte schon etwas im Spiel riskieren und auch einmal eine Zeitkugel sprichwörtlich versenken. Sonst kommt man nie ans Ziel.
Fazit
Das Spiel setzt die alten Traditionen des Verlages Pegasus um, denn der Verlag hatte mit solchen Spielen angefangen und erst später kamen Familien- und Kinderspiele hinzu.
Wobei der Titel Leute anspricht, die mal Lust auf etwas anderes haben, schließlich ist das Spiel etwas verrückt. Und daher ist das Spiel auch für Familien mit Kindern ab 12 Jahren gut geeignet für einen netten Spieleabend. Klar, man benötigt einige Zeit, sich mit dem Spielprinzip vertraut zu machen, aber einmal verstanden, ist es kein Problem mehr.
Kurzum ein Zeitreise-Abenteuer voll mit verrücktem Humor und viel Augenzwinkern für 1-6 Spieler ab 12 Jahren, mit einer Spieldauer von ca. 90-150 Minuten. Verlag: Pegasus Spiele.
- Verlag Pegasus
- Personenzahl: Für 1 bis 6 Spieler
- ab 12 Jahren
- Spieldauer: 90 bis 120 Minuten
- Spieljahrgang 2022