
Schon bereits 1998 erschien das Spiel von Peter Paul Joopen und wurde ein Jahr später von der Jury Spiel des Jahres als bestes Kinderspiel ausgezeichnet.
Kurz darauf folgte auch noch die Ehrung durch den Deutschen Spiele Preis.
Im Ursprungsspiel zogen die Eskimos von Eisscholle zur Eisscholle, um Fische zu angeln. In der Version aus dem Jahr 2015 sind es die Eisbären, die ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Fischeangeln nachgehen.
Gespielt wird in der Schachtel, auf welcher die Eisfläche aufliegt. Zwischen den beiden Eisflächen wird ein weißes A4 Blatt gelegt, denn die Bären müssen erst einmal die Eisfläche durchstoßen.
Zuvor werden die Fische in Form von Metallkugeln in die Schachtel geschüttet. Man muss den Karton bewegen, so dass sich die Kugeln überall verteilen.
Es gibt zwei Spielvarianten. Bei der einfachen Variante wird nur mit dem weißen Eiswürfel gespielt.
Die Zahlen geben vor, wie weit der Eisbär ziehen darf. Dabei darf man kein besetztes Feld betreten.
Dann stehen noch verschiedene Aktionen zur Verfügung. Würfelt man die Spitzhacke, wird ein Loch durch das Papier gestoßen. Hat man einen Fisch gewürfelt, kann der Spieler die Angel auswerfen.
Hat man einen Fisch geangelt, wird dieser in den passenden Korb gelegt. Spielt man die zweite Spielvariante, muss man mit zwei Würfeln spielen. So kann ein gerade aufgehacktes Loch wieder zufrieren oder man darf das Feld nicht betreten, weil das Eis zu dünn geworden ist.
Man kann aber diese Karten wieder auf ein anderes Feld legen, wenn man das entsprechende Würfelergebnis gewürfelt hat.
Angelspiele gehören eigentlich zur Grundausstattung eines Kinderspielzimmers, wie die Jury es in ihrer Begründung zum Spielpreis feststellte, aber wie die Jury sagt, ist Kayanak eine Steigerung des eigentlichen Spiels.
Vor allem liegt es daran, dass durch den Bewegungswürfel und vor allem durch das Durchstoßen der Eisschicht das Spiel spannend geworden ist. Es hört sich fast so an, als ob man in der Realität die Eisscholle durchstößt.
Und man kann Glück haben, indem man auch mehrere Fische an der Angel hat. Das liegt an dem Magneten an der Angel. Besonders die zweite Spielvariante, in der Löcher abgedeckt werden können, macht das Spiel spannend.
Fazit
Die Jury Spiel des Jahres bezeichnete damals das Spiel als einen Geniestreich und daran hat sich nichts geändert, egal ob man mit Eskimos oder Eisbären über das Spielfeld zieht.
Dabei wurde das Spiel auch wunderbar und aufwendig gestaltet. Ein Spiel, das man nicht nur im kalten Winter spielen kann, denn die Kinder haben sichtlich viel Spaß dabei, die Eisfläche zu durchstoßen.
- Autor Peter-Paul Joopen
- Verlag Haba
- 2 – 4 Spieler
- ab 6 Jahren
- ca. 20 Minuten